Vorraussetzungen für das Junioren-Kreistraining

Der Kreisverband Wolfenbüttel des Niedersächsischen Tennisverbandes unterstützt aktiv seinen Landesverband bei der Suche bzw. der Ausbildung des Tennisnachwuchses im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten. Im Hinblick auf diese Unterstützung ist der Vorstand des Kreisverbandes auf Hinweise seiner angeschlossenen Vereine auf deren Talente angewiesen.

Dem Kreisverband ist es ein besonderes Anliegen die Zusammenarbeit mit den Jugendwarten zu intensivieren und weiter zu entwickeln. Ohne engagierte Jugendarbeit vor Ort laufen alle Projekte zu Erhöhung der Mitgliederzahlen jugendlicher Talente in den Vereinen ins Leere.

Ob eine längerfristige Zusammenarbeit zwischen Kreisverband-Kinder-Eltern stattfinden kann, hängt in erster Linie von den Kindern selbst ab. Sind diese Kinder ausbildungsfähig, einsatzwillig und bereit am regelmässigen Training teilzunehmen, dann ist eine positive sportlichen Entwicklung vorhersehbar.

Die sportspezifische Ausbildung und das mentale Training für Tennis ist die Hauptaufgabe des Kreistrainings. Die physische Kondition der Kaderkinder wird zweimal im Jahr mittels Konditionstest abgefragt und sollte eigenverantwortlich erworben werden. (Fussball-, Handball- und Leichtathletikabteilungen leisten gute Arbeit in diesem Bereich.)

Mit der Zugehörigkeit zum Kreiskader muss der Verein des Kindes und die Eltern eine Verpflichtungserklärung unterschreiben, worin Rechte und Pflichten geregelt werden.

Verpflichtungserklärung herunterladen

Trainingszeitenplanung

Die Trainingszeiten des Kreiskaders richten sich in erster Linie nach den Bedürfnissen der Kinder in Bezug auf die Schulstundenplanung des Kultusministeriums. Eltern und Kinder. werden in die Zeitplanung mit einbezogen. Die periodisch stattfindenden Änderungen - besonders hervor gerufen durch Klassen- und Schulwechsel - der Stundenpläne, werden für die Planung unmittelbar berücksichtigt. Die Eltern müssen die neuen Trainingszeiten den Jugendwarten ihrer Vereine unverzüglich mitteilen, um Zeitkonflikte mit einem möglichen Vereinstraining zu vermeiden. Wünsche der Vereine in Hinsicht auf die Trainingszeitenplanung des Kreistrainings können nur sehr beschränkt bedacht werden.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Berücksichtigung eines möglichst wohnortnahen Trainings, um den Eltern einen erträglichen Transportweg zu ermöglichen. Nach Möglichkeit werden die Trainingsgruppen nicht nur leistungsgleich, sondern auch noch nach Wohnort zusammen gesetzt, damit die Eltern Fahrgemeinschaften bilden können.

Die stark steigende zeitliche Belastung der Kinder durch Ganztagesschulen muss inskünftig zu einer Änderung der Vereinssatzung für die Tennisplatzbelegung führen. Die Beschränkung für eine Nutzung der Tennisplätze durch Kindern bis 18 Uhr, ist unter den gegebenen Umständen nicht mehr zeitgemäss.

 

Grundsätze für Tennis-Eltern

(aus: „Being a better Tennis Parent”, ITF International Tennis Federation, 2007)

Klare Rollenteilung

  • Die Rolle der Eltern ist von der Rolle des Trainers zu trennen. Die Zuständigkeiten des Trainers und diejenigen der Eltern sollten klar besprochen werden.
  • Die Eltern, der Trainer und das Kind sollten die gleichen realistischen Ziele verfolgen

Selbständigkeit und damit Selbstvertrauen fördern

  • Das Tennis ist die gewählte Sportart des Kindes. Es darf auch „Nein” sagen zum Tennis. Die Eltern sollten interessiert sein, das Kind unterstützen aber nicht zu stark involviert sein (nicht an jedem Training oder Turnier dabei sein).
  • Die Eltern sollten das Verhalten (Fairness, Kampfgeist) des Kindes höher bewerten als das Match-Resultat.
  • Nach dem Match sollten die Eltern das Kind immer gleich behandeln, egal ob es gewinnt oder verlier
  • Die Eltern sollten äusserlich einen positiven und ruhigen Eindruck machen, egal ob das Kind verliert oder schlecht spielt.

Langfristigkeit als Ziel

  • Die Eltern sollten sich bewusst sein, dass das Tennis als Vorbereitung auf das Leben angesehen werden kann, denn nur wer die Persönlichkeit des Kindes fördert, hat langfristig Erfolg.
  • Ihr Kind schuldet ihnen nichts für ihren zeitlichen oder finanziellen Einsatz. Die einzige Erwartung, die sie haben können, ist, dass ihr Kind eine selbständige und reife Person wird. Alles andere (Tennisprofi) wäre ein Bonus.
  • Bei frühen Erfolgen (z.B. aufgrund eines körperlichen Vorsprungs oder eines Trainingsvorsprungs) ist es wichtig, dass sie und ihr Kind am Boden bleiben und weiter hart an Technik und Kondition arbeiten.

 

 

 

 

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